Was ist Psoriasis?

Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Krankheit, bei der in erster Linie die Haut betroffen ist. Es gibt verschiedene Formen der Psoriasis. 95 Prozent der Betroffenen leiden an der gewöhnlichen Psoriasis (Psoriasis vulgaris oder Plaque-Psoriasis), die an den runden oder ovalen, geröteten oder schuppenden Herden an der Hautoberfläche erkennbar ist. Die Hautveränderungen können am ganzen Körper auftreten: Die am häufigsten befallenen Stellen sind jedoch die behaarte Kopfhaut, die Ellbogen, die Kniestreckseiten, die Kreuzbandregion und die Analfalte.

 

Psoriasis betrifft nicht nur die Haut: Bei etwa zwei Dritteln aller Betroffenen tritt zusätzlich Nagelpsoriasis auf, das heisst Finger- und Zehennägel bekommen kleine Dellen, werden dicker oder verformen sich.

 

Rund 30 Prozent der Erkrankten leiden zudem an Psoriasis-Arthritis, einer schmerzhaften und bewegungseinschränkenden Entzündung der Gelenke, Sehnen und der Wirbelsäule. Diese gehört rasch in Behandlung, um bleibenden Schädigungen zu vermeiden.

 

Psoriasis kann sich auf den gesamten Organismus auswirken

Psoriasis-Betroffene erkranken häufiger als Nichtbetroffene an Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) wie Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder Depressionen oder an entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Auch Uveitis (Augenentzündungen) und Zöliakie treten gehäuft auf.

 

Psoriasis ist nicht lebensbedrohend, kann aber in schweren Fällen zu Arbeitsunfähigkeit und Invalidität führen.